Volksbank zieht Bilanz

Vertreterversammlung in Salzkotten

  • Vertrauen durch ein starkes Geschäftsmodell
  • Positive Entwicklung in 2015

Brilon-Büren-Salzkotten. Die Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten setzt ihren genossenschaftlichen Weg unbeirrt fort - mit Erfolg. Bankvorstände und Aufsichtsrat zogen jetzt auf der Vertreterversammlung eine positive Bilanz.

„Wir sind mit der Region, ihren Menschen und ihrer Wirtschaft sehr eng verwurzelt. Unsere auf Beständigkeit und Kontinuität ausgerichtete Geschäftspolitik zeigt sich weiterhin erfolgreich, so dass wir unsere Marktposition festigen konnten“, betonte Vorstandsmitglied Josef Brücher in seinem Bericht. „Der Vorstand hat daher der Vertreterversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 4 Prozent vorschlagen.“ Das entspricht einer Gesamtausschüttung von über 930.000 Euro.

Die wichtigsten Kennzahlen der Volksbank im Überblick: Mit ihren 330 Beschäftigten hat die Volksbank zum Stichtag 31. Dezember 2015 eine Bilanzsumme von 1,35 Milliarden Euro erreicht. Insgesamt erhöhte sich das von der Bank betreute Kundenanlagevolumen auf rund 1,6 Milliarden Euro (+ 5,2 Prozent). Davon entfallen 992 Millionen Euro auf die so genannten bilanziellen Einlagen, also die Bestände auf Giro-, Festgeld- und Sparkonten. Weitere 633 Millionen Euro verwaltet das Institut für seine Mitglieder und Kunden in Form von Wertpapieren, Lebensversicherungen oder Bausparguthaben.

Kreditgeber und Partner für den Mittelstand
Gefragt war die Volksbank im Jahr 2015 auch als Kreditgeber: Mit einem betreuten Kreditvolumen von ca. 1,24 Milliarden Euro (+ 2,5 Prozent) wurden in der heimischen Region gewerbliche und private Investitionen finanziert, die Arbeitsplätze sichern und schaffen. Über 389 Investitionsvorhaben konnten so mit einem Volumen von ca. 56,3 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden.
Das an die Bausparkasse Schwäbisch Hall sowie Hypothekenbanken und andere Banken vermittelte Kundenkreditvolumen  konnte  auf rund 215 Millionen Euro gesteigert werden. Die lebhafte Kreditnachfrage wurde durch das günstige Zinsniveau verstärkt, wobei besonders langfristige Zinsbindungen nachgefragt waren. Im Privatkundengeschäft waren Wohnungsfinanzierungen sowie Maßnahmen zur Modernisierung und Energieeinsparung gefragt.

Herausforderndes Marktumfeld – Beratung wichtiger denn je
Niedrigzinsphase, demografischer Wandel mit drohender Altersarmut, Regulatorik, Digitalisierung und Internationalisierung – der Strukturwandel zwingt die Banken, eine Reihe von anspruchsvollen Aufgaben zu lösen. „Unsere Volksbank steht in diesem Umfeld vor besonderen Herausforderungen“, berichtete Thorsten Wolff. Mit Blick auf das Niedrigzinsniveau sei „die Beratungsstärke der Bank in der Region mehr denn je gefragt“, resümierte der Bankvorstand die künftigen Schwerpunkte der Volksbank im Kundengeschäft, da das derzeitige Zinsniveau „Sparer enteigne“ und „Lücken in die Altersvorsorge künftiger Rentner“ reiße. Eine qualifizierte Vermögensstrukturierung durch kompetente Kundenberater sei daher umso wichtiger. „Gerade in einer Niedrigzinsphase wird eine breite und sinnvolle Streuung der Anlagen ebenso wie eine kompetente und vertrauensvolle Beratung immer wichtiger, um die geschaffenen Kundenwerte zu erhalten.“
Mit neuen Konzepten – wie z. B. im Kundenservice -werde man neben einer einheitlich hohen Kompetenz in der Kundenberatung vor Ort auch qualitativ hochwertige Onlineinformationen und –angebote (z. B. paydirekt) zur Verfügung stellen.

Wahlen in den Aufsichtsrat
Dass die Vertreterinnen und Vertreter mit dem Kurs ihrer Volksbank zufrieden sind, demonstrierten sie mit ihrer Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses. Die Versammlung hatte ferner über die Verwendung des Bilanzgewinns zu entscheiden. Dabei folgten die Mitgliedervertreter dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und stimmten sowohl einer Dividende von 4 Prozent als auch der Rücklagenstärkung zu. Darüber hinaus wurden fünf Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt: Heinrich Danne, Ferdinand Falke, Bruno Löhr, Rudolf Niggemeier und Wigbert Schallenkamp bleiben dem Aufsichtsgremium mit jeweils klarem einstimmigem Votum erhalten. Willi Schulte schied nach 20jähriger Tätigkeit aufgrund des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat aus.
Für seine genossenschaftliche Arbeit im Aufsichtsrat wurde er durch den Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet. Neu ins Aufsichtsgremium gewählt wurde Edeltraud Sander.

Verantwortung für die Region
Als regionale Genossenschaft vor Ort ist sich die Bank ihrer Verantwortung bewusst. In der Region konnten wiederum Vereine, soziale und karitative Einrichtungen sowie Institutionen zur Förderung der Bildung, Kunst und Kultur mit über 200.000 Euro gefördert werden. „Wir werden in unserer Region dauerhaft und in hoher Qualität genossenschaftliche Finanzdienstleistungen anbieten und so unseren Förderauftrag erfüllen. Für diese Ziele tragen wir als Genossenschaftler auch gemeinsam Verantwortung“, so Bankvorstand Karl Udo Lütteken. Darüber hinaus bietet die Volksbank für Vereine und ehrenamtliche Initiativen eine kostenlose Crowdfunding-Plattform im Internet unter vb-bbs.viele-schaffen-mehr.de an. Hier finden Ehrenamtliche schnell und einfach viele neue Unterstützer. Crowdfunding (deutsch Schwarmfinanzierung) meint dabei das Sammeln vieler kleiner Geldbeträge, um ein Projekt vor Ort voranzubringen und umzusetzen.

Gastredner Oliver Wurm
Sportjournalist Oliver Wurm sprach als Gastredner anschließend mit viel Humor über das Thema „Fortschritt durch Veränderung“. Warum sein größter Wurf mit einem Brief von Helmut Schmidt begann, wie ihn eine 15-Sekunden-Begegnung mit Muhammad Ali in New York bis heute motiviert und was der Papst zu der Bibel als Magazin sagt – all das erzählte er in einem kurzweiligen Vortrag über sich und seine Projekte. Der gebürtige Sauerländer ist als Fußball-Experte regelmäßiger Gast in TV-Talks wie dem Sport1-Doppelpass oder Sky90. Für die Vertreterversammlung hatte er in der Sälzerhalle daher auch viel Wissenswertes zur kommenden Fußball-EM und sein neues EM-Magazin im Gepäck.