Strategische Weichenstellung:

Volksbank Thülen und Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten führen Fusionsgespräche

Leistungen für Mitglieder und Kunden stärken – mit diesem Ziel beginnen Vorstand und Aufsichtsrat der beiden Banken die Fusionsgespräche: (von links nach rechts) Ferdinand Klink, Karl-Udo Lütteken, Rudolf Niggemeier, Josef Brücher, Thorsten Wolff, Rainer Radine, Johannes Becker, Heiner Jostmeier und Bernd Einheuser.

Brilon-Büren-Salzkotten. Nah bei den Menschen in der Region zu sein – das ist das gemeinsame Ziel der Volksbank Thülen und der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten. Die beiden genossenschaftlichen Institute legen besonderen Wert auf eine enge Bindung zu Mitgliedern und Kunden und auf ihre Präsenz vor Ort.
Die anhaltende Niedrigzinsphase und die immer weiter zunehmende Regulatorik stellen jedoch besonders für kleinere Banken, wie die Volksbank Thülen, eine große Belastung dar. Für sie wird es in diesem Umfeld immer schwieriger, den Anforderungen gerecht zu werden und ein umfassendes und leistungsfähiges Angebot für Kunden und Mitglieder aufrecht zu halten.

Vorstand und Aufsichtsrat der beiden Institute haben sich daher entschieden, Fusionsgespräche zu führen. „Mit dem Wissen um unsere Gemeinsamkeiten möchten wir künftig als - Bank in der Region - für unsere Mitglieder und Kunden da sein. Wir planen eine Verschmelzung unserer Kräfte rückwirkend zum 1. Januar 2017“, berichtet der Thülener Vorstand Ferdinand Klink. Gerade für kleinere Genossenschaftsbanken ergeben sich derzeit Herausforderungen, die das Ausmaß vergangener Jahre weit übersteigen: „Die Eigenständigkeit der Volksbank Thülen wird unter diesen Bedingungen immer schwieriger.
Für die Sicherung eines zukunftsfähigen genossenschaftlichen Angebots vor Ort in Thülen ist eine Fusion vor diesem Hintergrund dringend erforderlich“, ergänzt Klinks Kollege Bernd Einheuser. Diese sei nicht nur im Interesse der Thülener Mitglieder, sondern auch ein wichtiges Anliegen der zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien. „Durch das Zusammengehen mit der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten wird das Leistungsspektrum in Thülen zudem erheblich erweitert, etwa im Wertpapierbereich oder bei der Spezialberatung für Unternehmen.“

Die Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten sieht in dem Zusammenschluss nicht nur die Chance, ein leistungsfähiges Dienstleistungsangebot im gesamten Briloner Stadtgebiet zu erbringen, sondern auch eine sinnvolle Abrundung des eigenen Geschäftsgebietes. Schon jetzt gibt es viele Thülener Kunden, die auch gleichzeitig Kunde der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten sind. „Mit der Bündelung unserer Kräfte handeln wir langfristig und vorausschauend – im Sinne unserer Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter“, betont Bankvorstand Karl-Udo Lütteken. „Wir möchten nun die Weichen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft stellen.“

Nach einer Fusion bleibt Thülen als Filiale der Bank in der Region bestehen. Die jetzigen Vorstandsmitglieder der Volksbank Thülen, Bernd Einheuser und Ferdinand Klink, werden als Führungskräfte in einem fusionierten Haus die geschäftspolitische Entwicklung mitgestalten. Die vertrauten Ansprechpartner im Privatkundengeschäft sind weiterhin vor Ort in Thülen und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter bleiben erhalten. Thorsten Wolff, ebenfalls Vorstandsmitglied der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten, ergänzt: „Wir haben einen hohen Respekt vor der Arbeit der Kollegen in Thülen. Es erfordert eine Menge Energie, Engagement und Leidenschaft in einem kleineren Haus wie in Thülen eine Mitgliederorientierung zu entfalten. Von dieser Stärke wollen wir in der gemeinsamen Volksbank profitieren.“

Im Vorstand der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten tragen Karl-Udo Lütteken und Thorsten Wolff weiterhin gemeinsam Verantwortung. Josef Brücher, der maßgeblich an den Fusionsgesprächen mitgewirkt hat, ist zum 1. Januar 2017 altersbedingt aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Vorstände der beiden benachbarten Banken kennen sich bereits seit langer Zeit. „Wir sind Banken mit Stimme und Gesicht: Bürgerschaftliches Engagement ist uns wichtig – Vereine und Initiativen vor Ort werden wir wie gewohnt weiter in erheblichem Umfang begleiten.“ Die Aufsichtsräte beider Institute hatten sich auf der Grundlage dieser Eckpunkte einstimmig für die Aufnahme von konkreten Gesprächen mit dem Ziel eines Zusammengehens ausgesprochen.

Die kommenden Monate wollen beide Volksbanken nutzen, um einen Fusionsvertrag unterschriftsreif vorzulegen. Die Beschlüsse über die Banken-Ehe fällen die Mitglieder der Volksbank Thülen am 22. Mai 2017 und die Vertreter der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten am 23. Mai 2017. Bei einer Zustimmung soll der Zusammenschluss rückwirkend auf den 1. Januar 2017 vollzogen werden.

Kennzahlen

  Ja VolksbankThülen eG Ja Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG
Bilanzsumme:    
~ 70 Mio. €
~ 1,4 Mrd. €
 
Kundenkredite:               
~ 45 Mio. € ~ 1,1 Mrd. €
Kundeneinlagen:          
~ 56 Mio. € ~ 1,0 Mrd. €
Kunden:       
~ 3.800 Kunden ~ 74.500 Kunden   
Mitarbeiter: 
12 Mitarbeiter   300 Mitarbeiter