8.525 Euro zum Abschied für Waisenkinder in Malawi

Bankvorstand Karl-Heinz Hemsing engagiert sich für die Afrika-Hilfe der Franziskanerinnen

Das Abschiedsgeschenk der Volksbank unterstützt Aidswaisen in Afrika: Mit Karl-Heinz Hemsing (3.v. links) freuen sich Bankvorstand Thorsten Wolff, Schwester M. Hildegarde Voß, Schwester M. Arnoldis Straßfeld und Bankvorstand Karl-Udo Lütteken.

Im Dezember wurde Bankvorstand Karl-Heinz Hemsing nach über 45 Berufsjahren von zahlreichen beruflichen Weggefährten in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Anstatt der üblichen Präsente bat er die Gäste und seine Volksbank-Kolleg(in)en um eine Spende für die Aidswaisen in Malawi. Herausgekommen ist ein stolzer Betrag von über 8.525 Euro – mit seinem Abschiedsgeschenk macht der Ruheständler nun nicht nur den Kindern in Malawi  sondern auch den Franziskanerinnen in Salzkotten, die sich in dem ostafrikanischen Land seit vielen Jahren engagieren, eine große Freude.
„Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Über die Hälfte der Bevölkerung gilt als arm. Die Menschen, die dort leben, kämpfen gegen viele Widerstände. Niemand weiß, ob der Ertrag der Gärten und Felder ausreicht, um nicht hungern zu müssen. Fast eine Million Menschen leiden außerdem an Aids – das ist weltweit Platz 10“, berichtet Schwester M. Arnoldis Straßfeld bei der Spendenübergabe. „Zahlreiche Waisenkinder landen auf der Straße, jedes vierte Kind muss arbeiten.“
Die Pandemie des HIV-Virus hat schon zahlreiche Dorfgemeinschaften zerstört, oft leben hier nur noch Alte und Kinder. Die Projekte der Franziskanerinnen in Malawi liegen vor allem in der Erziehung und der Bildung. Sie setzen dort an, wo die Probleme am dringendsten sind: Allein in der Stadt Madisi und den umliegenden Dörfern wurden weit über 800 Waisenkinder gezählt. Diese dramatische Situation veranlasste die Schwestern vor über 15 Jahren, den Schwerpunkt ihrer Arbeit von den Tätigkeiten in einem Missionskrankenhaus auf die Erziehung und Bildung von Aidswaisen zu verlagern, einschließlich der Aufklärungsarbeit und gezielter Maßnahmen gegen Aids.
Nach und nach wurden vor Ort eine Grundschule (Primary-School) und ein Home-Craft-Centre für die lebenspraktische Bildung der Aidswaisen sowie ein Kindergarten eingerichtet. Über 1.300 Kinder besuchen heute die St. Francis Grundschule. 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind Aidswaisen.
Besonders für die Mädchen ist es wichtig, Fertigkeiten zu erlangen, die ihnen ein eigenes Einkommen ermöglichen, damit sie nicht schon im Jugendalter  in die Abhängigkeit einer traditionellen Ehe geraten. Daher lernen sie im sogenannten „Home-Craft-Centre“  Nähen, Kochen, Gartenbau und Hauswirtschaft. Außerdem erhalten die Schüler dort Hausaufgabenhilfe. Im Jahr 2011 ist in Madisi auch ein eigenes Wohnheim für heranwachsende Jungen und Mädchen errichtet worden. Rund 300 Kinder besuchen darüber hinaus den Kindergarten der Franziskanerinnen.