Gemeinsam den Wandel gestalten

Landwirtschaft trifft Volksbank in Büren

Bildzeilen: Landwirtschaft trifft Volksbank – Über eine gut besuchte Veranstaltung freuen sich Bankvorstand Thorsten Wolff, Referent Peter Spandau, Bernhard Leifeld (Volksbank), Kreislandwirt Johannes Giesguth, Bernhard Funke (Volksbank), Stefan Berens (Landwirtschaftskammer NRW), Sebastian Dreier (Volksbank) und Bankvorstand Karl-Udo Lütteken.

Büren. Die Erwartungen an den Landwirt sind heute hoch: In der Landwirtschaft erfolgt die Produktion zunehmend im Spannungsfeld von agrarpolitischen Rahmenbedingungen, den straffen Marktvorgaben sowie dem technischen Fortschritt. Wie können Landwirtinnen und Landwirte ihre Betriebe fit für die Zukunft machen? Sollen die Betriebe weiter in Wachstum oder auch vermehrt in Nachhaltigkeit und Qualität investieren? Wohin geht die Reise für die Landwirtschaft in der Region? Über diese Fragen sprach Peter Spandau, Fachbereichsleiter der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit den Agrarexperten der Volksbank auf dem ersten landwirtschaftlichen Unternehmerdialog.
Thorsten Wolff, Vorstand der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten, eröffnete die gut besuchte Veranstaltung in der Bürener Niedermühle. „Das erste landwirtschaftliche Unternehmerforum fällt in eine Zeit, in der die aktuellen Rahmenbedingungen unsere Betriebe vor große Herausforderungen stellen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir nach vorn schauen und Lösungsansätze andenken.“
Kreislandwirt Johannes Giesguth hinterfragte in seinem Grußwort kritisch die aktuellen Entwicklungen, denen die Landwirtschaft heute ausgesetzt ist. Dabei bezog er sich nicht nur auf äußere Rahmenbedingungen, sondern auch auf die schlechte Stimmungslage in der Branche. Diese sei besonders von der anhaltenden Niedrigpreisphase gekennzeichnet.
Ist Wachstum um jeden Preis sinnvoll und notwendig? „In den letzten Jahren standen vor allem die Investitionen zur Vergrößerung der Betriebe im Fokus vieler Höfe. Durch die Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen sind neue Bauvorhaben nicht mehr ohne weiteres durchführbar,“ erklärte Referent  Peter Spandau vor etwa 100 Gästen.
„Der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit kann zukünftig neben der Qualitätssteigerung der abgegebenen Produkte auch in neuen Vermarktungswegen und einer effizienteren Produktion liegen.“ Will man wirtschaftlicher arbeiten, muss an diversen Stellschrauben gedreht werden. Und das muss nicht zwangsläufig der kostenintensive Neubau oder das teure Pachten von Flächen sein. Alle Beiträge des Abends zeigten den Landwirtinnen und Landwirten Lösungsansätze und Wege auf, die auch der heimischen Landwirtschaft in Zukunft Möglichkeiten bieten.