Auf geht’s zum Moritzmarkt – Bürener feiern ihren Herbstmarkt mit historischer Zeit-reise, bunter Kirmes und einem vielfältigen Aktionsprogramm

Die Vorbereitungen zum Bürener Moritzmarkt gehen in die heiße Phase: Gemein-sam engagieren sich Uli Hülsey (Unterstützung Krammarkt), Bernd Köchling (Unterstützung Schinkenverlosung), Festwirt Tinte - Klaus Albracht, Thorsten Wolff (Vorstand der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten), Krammarktmeister Christopher Lutter, Pfarrer Peter Gede, Rein-hard Kurek (Cohors Burana), Daniel Peitz (Fanfarenzug), Britta Köster (Bock auf Büren), Nobby Morkes von Anno Events als Edelherr von Büren, Klaus Pult, Bernhard Funke (VB BBS), Marianne Witt-Stuhr (Stadtmarketing), Otto Bröckling (Moritzkirmes) und Paul Brune (Cohors Burana).

Büren rüstet sich nach einem musikalischen Sommer vom 27. bis 29. September zum Moritzmarkt. Nach dem gelungenen Start im letzten Jahr haben zahlreiche Akteure gemeinsam mit dem Bürener Stadtmarketing in den letzten Monaten erneut die Ärmel hochgekrempelt und ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

Krammarkt beginnt Freitag

Erstmals wird der traditionsreiche Bürener Krammarkt in das Festwochenende starten und schon freitags in den Almeauen seine Tore öffnen. Krammarktmeister Christopher Lutter, der dazu tatkräftig von Uli Hülsey unterstützt wird, konnte bislang schon über 50 Anmeldungen bestätigen. „Wir beginnen mit dem Markt wie gewohnt morgens um acht Uhr. Für alle, die es erst später schaffen, haben wir den Krammarkt etwas länger bis um 14.00 Uhr geöffnet. Dazu wird im Moritzzelt von Festwirt Tinte ab 8.30 Uhr ein leckeres Krammarktfrühstück angeboten.“

Moritzmarkt mit Zeitreise in den Almeauen

Nach dem ersten Aufschlag im letzten Jahr soll es für große und kleine Gäste erneut eine spannende Zeitreise in vergangene Jahrhunderte geben: Neben der „Cohors Burana“ als Freunden des Mittelalters ist in diesem Jahr Nobby Morkes von Anno Events mit an Bord. Der Veranstalter, der es mit seinen vorbildlich gestalteten Events sogar schon in das aktuelle Schulbuch des Westermann-Verlages für den Geschichtsunterricht der 6. Klasse an Gymnasien geschafft hat, ist von dem historischen Ambiente in den Almeauen ganz begeistert. „Auf Einladung des Stadtmarketings haben wir in den letzten Monaten gemeinsam mit den Bürener Akteuren sehr eng zusammengearbeitet“, weiß der Gütersloher. Unter dem Motto „ANNO 1195 auf dem Moritzmarkt“ wird er als Edelherr von Büren mit verschiedenen Heerlagern, Spielleuten, Gauklern, Hexen, Jongleuren und mittelalterlichen Rittergruppen vergangene Jahrhunderte wieder erlebbar machen. Mit über 400 Teilnehmern (Ca. 30 Heerlager sowie fast 50 Händlern, Handwerkern und Versorgern) pulsiert das mittelalterliche Marktgeschehen und erinnert an die Stadtgründung durch die Brüder Berthold und Dietmar von Büren im Jahre 1195. Neben mittelalterlichem Speys und Trank wird auch Kurzweyl geboten. Musikanten und Gaukler sowie eine abendliche Feuershow nehmen die Besucher mit auf eine kulturelle Reise in die Vergangenheit.

Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher auch an der alten Mittelmühle. Hier serviert „Cohors Burana" einen westfälischem Gaumenschmaus kulinarischen Köstlichkeiten mit leckeren Hungerhaken (frische Bratwürstchen) und Mini Haxen aus der Pfanne. Für kleine Gäste organisiert das Team der Mittelalters Büren e.V. einen kuscheligen Streichelzoo und mittelalterliche Spielgeräte.

Moritzabend, Moritzkirmes und Moritzzelt

Auch außerhalb dieser interessanten Zeitreise findet man zum Moritzmarkt mit dem Dreiklang aus Krammarkt, Kirmes und Festzelt ein tolles Angebot“, betont Marianne Witt-Stuhr vom Stadtmarketing. So treffen sich Bürens Unternehmen wieder zum Moritzabend im Moritzzelt. In diesem Jahr wird der Moritzabend erstmalig von der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten veranstaltet und wird so zum Volksbank-Moritzabend.“ Als Festredner konnten wir Martin Hornberger, den Geschäftsführer des SC Paderborn gewinnen, der mit seinem Verein einen bemerkenswerten Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft hat“, freut sich Bankvorstand Thorsten Wolff von der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten. Neben vielen neuen Ideen bewahrt der Bürener Herbstmarkt aber auch lieb gewonnene Traditionen wie die gemütliche Moritzkirmes mit ihren bunten Fahrgeschäften und Kirmesspezialitäten in der Burgstraße und der Innenstadt.

Seniorennachmittag und Schinkenverlosung

Initiiert vom Seniorenbeirat wird auch, der Seniorennachmittag am Samstag um 15.00 Uhr wieder in der Bürener Stadthalle stattfindet. Neben verschiedenen Infoständen im Foyer wird es in der Stadthalle die traditionell musikalische Begleitung durch die Sauerländer Oldies und einen leckeren Imbiss geben. Der Eintritt kostet 5 Euro, Karten gibt es im Bürgerbüro oder auch an der Tageskasse. Auch das „Bock auf Büren-Team“ ist aktiv in die umfangreichen Vorbereitungen zum Moritzmarkt eingebunden und wird Marktplatz und Burgstraße gemeinsam mit den Schützenvereinen, Chören und Sportvereinen aus dem Bürener Stadtgebiet beleben. Die Interessengemeinschaft organisiert in diesem Jahr außerdem erstmalig die traditionelle Schinkenverlosung. „Gemeinsam mit dem Bürener Autohändlern können wir in diesem Jahr federführend mit dem Autohaus Köchling ein Auto als 1. Preis anbieten“, freut sich Britta Köster. Die Bürener Unternehmerin wird zusammen mit Josef Caspari vom gleichnamigen Küchenstudio die Verlosung mit der Ziehung der Gewinner auf dem Marktplatz am Sonntag um 18.00 Uhr moderieren und hat über die Bürener Unternehmer dafür zahlreiche attraktive Sachpreise eingeworben. Jedes Los kostet 3 Euro und ist in allen teilnehmenden Bürener Geschäften und im Bürgerbüro zu erwerben. Vorher kann natürlich auf dem verkaufsoffenen Sonntag von 14 bis 18 Uhr durch die Bürener Geschäfte gebummelt werden. Auch die Schausteller von der Moritzkirmes sind bei der Verlosung dabei. „Wir verzichten aus den Gründen des Umweltschutzes auf ein Feuerwerk zum Abschluss des Marktes und unterstützen die Bürener Schinkenverlosung mit 2.000 Euro“, betont Otto Bröckling als Sprecher der Schaustellergemeinschaft. Zusätzlich veranstalten die Schausteller am Montag nach dem Marktgeschehen noch eine Familienkirmes, zu der dann vergünstigte Fahrten angeboten werden.

Fanfarenzug, Kabarett und Party im Moritzzelt

Und der Bürener Fanfarenzug? Der wird in diesem Jahr zum Moritzmarkt seinen 60. Geburtstag feiern und den Fassanstich am Samstag um 13 Uhr gebührend begleiten. „Wir werden mit einem Sternmarsch in den Straßen und Gassen unterwegs sein und dann für alle Bürger später ein musikalisches Freiluftprogramm im Binnenhof des Mauritius Gymnasium veranstalten“, weiß Daniel Peitz, der Vorsitzende des Fanfarenzuges. Später wird dann im Moritzzelt bei Festwirt Tinte mit den geladenen Vereinen und Gästen aus den Niederlanden gefeiert.

Im Moritzzelt sind am Freitag nach dem Unternehmerabend ab 21.00 Uhr und am Samstag ab 20.30 Uhr bei Festwirt Tinte alle Bürener herzlich eingeladen, gemeinsam bis spät in die Nacht bei Livemusik zu feiern. Auch am Sonntag geht dort das Programm nahtlos weiter: Ab 19.30 Uhr wird die Kabarettistin Lisa Feller auftreten. Karten kann man hierfür im Bürgerbüro und bei der Buchhandlung Schrift und Ton in Büren für 24,00 Euro erwerben.

Weitere Informationen zum Moritzmarkt gibt es unter www.moritzmarkt-bueren.de

INFO: Wer ist eigentlich der Mann, der dem „neuen“ Bürener Moritzmarkt seinen Namen gibt? Fest steht: Moritz von Büren ist einer der bedeutendsten Männer der Stadtgeschichte, vielleicht sogar der wichtigste überhaupt. Nach ihm wurden das Mauritius Gymnasium und die Moritz von Büren Schule in Büren benannt. Als letzter Edelherr von Büren trat er 1644 in den Jesuitenorden ein und vermachte dem Orden sein gesamtes Hab und Gut. Bis heute prägt der bauliche Nachlass des studierten Juristen mit dem Jesuitenkolleg und der Jesuitenkirche das Gesicht der Stadt. Die Jesuitenkirche Maria Immaculata – deutsch: unbefleckte Maria gilt als eine der prächtigsten Barockkirchen in ganz NRW und lockt kultur- und kunstinteressierte Besucher von überall her nach Büren.

Ein Leben im Wandel

Moritz von Büren sollte nach dem Willen seines calvinistischen Vaters Joachim eigentlich eine protestantische Erziehung erhalten, aber nachdem dieser verstarb, schickte seine Mutter Elisabeth ihren Sohn an das Kölner Jesuitenkolleg. Als Präsident des Reichskammergerichts in Speyer übte er später eine bedeutende Funktion aus. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 1632 trat Moritz in den Jesuitenorden ein. Der Übertritt der Edelherren von Büren zum katholischen Glauben hatte Signalwirkung auf viele andere Adelsfamilien, gehörten sie doch zum bedeutendsten Adelsgeschlecht im Paderborner Land. Auf dem Burggelände der Edelherren von Büren errichteten die Jesuiten 1719 bis 1728 das Jesuitenkolleg. In den Jahren 1754 bis 1772 folgte der Kirchenbau „Maria Immaculata“‘. (Quelle LWL; westfaelische-geschichte.de)