Cyberkriminalität – IT-Sicherheit ist Chefsache

Büren, 13.06.2019 – Auf Einladung der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten informierten sich rund 90 Unternehmer der Region zum Thema Cyberkriminalität, den damit verbundenen Risiken und Möglichkeiten sich effektiv zu schützen.

Von links: Eberhard Zopp, R+V Allgemeine Versicherung AG, Thorsten Wolff, Vorstand Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG, Naim Sassi, NETGO Unternehmensgruppe, Volker Küpperbusch, Rechtsanwalt, Felix Jancker, Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG, Marcus Knoche, Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG

Das Grundbedürfnis nach digitaler Sicherheit steigt durch Vorfälle von Cyberkriminalität stetig an. Eine große Sorge vieler Unternehmen ist es, selbst Opfer eines Cyberangriffs zu werden. Natürlich ist es eine große Herausforderung für kleine und mittelständische Unternehmen, auf dem aktuellen Stand der Security-Anforderungen zu sein, zumal viele dieser Unternehmen nicht über eigene IT Spezialisten verfügen. Doch auch eine gute IT Infrastruktur bietet keine vollständige Sicherheit gegen Angriffe.

Anschaulich wurde von Naim Sassi, NETGO Unternehmensgruppe, erläutert, wie einfach es für Angreifer ist, persönlich in ein Unternehmen hereinzuspazieren und sich innerhalb von wenigen Sekunden Zugriff zu unternehmenskritischen Daten zu verschaffen. Die Problematik liegt in der fehlenden Sensibilisierung der eigenen Mitarbeiter, die in vielen Fällen sehr leichtfertig mit Passwörtern umgehen.

„Daten sind das Gold der heutigen Zeit“, erklärte Rechtsanwalt Volker Küpperbusch, ein vergleichbarer Schutz sei oftmals nicht vorhanden. Vielen Unternehmern sei nicht klar, dass sie bei einem Cyberangriff nicht nur mit dem Unternehmensvermögen, sondern auch mit dem Privatvermögen haften können und auch unmittelbare Pflichten haben. So sei es zwingend erforderlich, den Vorfall binnen 72 Stunden der Aufsichtsbehörde zu melden und auch die Betroffenen zu informieren. Ansonsten drohe ein hohes Bußgeld bis zu 10 Mio. Euro.

Die Folgen eines Cyberangriffs sind davon abhängig, wie schnell ein Unternehmen handelt und entsprechende Spezialisten hinzuzieht, die das Schlimmste vermeiden können. Seitens der R&V Allgemeine Versicherung AG unterstrich Eberhard Zopp, dass es das Hauptaugenmerk eines Unternehmens sein müsse handlungsfähig zu bleiben. Jede Minute Nichtstun, werde im Nachgang teuer bezahlt, um die Daten wiederherzustellen.

Allerdings den hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Investitionen in eine sichere IT, Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter sind die halbe Miete. Im Ernstfall helfen schnelle Reaktionszeiten, und wenn etwas passiert, hilft eine gute Versicherung gegen Cyberangriffe.

Auch das Thema Digitalisierung wurde diskutiert, da sich in den nächsten Jahren sehr viele Branchen insbesondere durch technologische Innovationen stark verändern werden. Hier bietet die Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten einen spannenden neuen Service an. Mit dem VR-Digitalcheck können sich Unternehmen einen Überblick ihres digitalen Reifegrades im Vergleich zur eigenen Branche erstellen lassen.

Frau Antje Schumacher, Hüppmeier Marketing & Design, fasste die Erkenntnisse des Abends zusammen: „Einerseits schockierend, andererseits sensibilisierend und in jedem Fall Anlass, die Gegenmaßnahmen im eigenen Unternehmen zu überprüfen.!“ So oder ähnlich sahen es viele Teilnehmer der Veranstaltung und haben für sich sicherlich das eine oder andere Handlungsfeld identifiziert.